Teilhard de Chardin wurde am 1. Mai 1881 in Orcines in der Auvergne nahe Clermont-Ferrand geboren. Er war das vierte von elf Kindern des Bibliothekars Emmanuel Teilhard de Chardin und Berthe-Adèle de Dompierre d‘Hornoys. Seine Eltern entstammten dem Landadel der Auvergnaten. Sein Vater widmete sich neben der Bewirtschaftung seiner Güter den Archiven von Clermont-Ferrand. Ausserdem war er naturwissenschaftlich interessiert und erschloss seinen Kindern vielfältige Zugänge zur Natur. Seine Mutter, eine Ur-Grossnichte von Voltaire, war sehr religiös. Die Verbindung des christlichen Weltbildes mit dem der Naturwissenschaften wurde Teilhards Lebensthema. Schon als Kind zeigte er ein starkes Interesse an Pflanzen und Steinen und legte entsprechende Sammlungen an.

„In mein Streben zu Gott mischt sich eine grosse Liebe zur Erde und ihrem greifbaren Werden, und mir scheint, diese beiden Leidenschaften müssen sich verbinden.“ (Aus: Tagebuch 1916)